Babys richtig wickeln
Füttern und windeln, diese Tätigkeiten nehmen in den ersten Babyjahren einen enormen Platz im Tagesablauf der Eltern ein. Neugeborene Babys werden zu Beginn ca. 9 mal täglich gewickelt, bei älteren Babys reduziert sich das Windeln auf ca. 5 bis 7 mal täglich. Rechnet man die benötigte Windelmenge auf die ersten zwei Lebensjahre des Kindes hoch, kommt man auf eine enorme Menge von über 4000 Windeln.
Auch wissenswert: Von Wissenschaftlern wurde festgestellt, dass eine herkömmliche Einmalwindel ca. 500 Jahre auf der Müllhalde benötigt, bis sie verrottet. Deshalb und aus anderen Gründen scheiden sich die Geister, ob eine Einmalwindel oder Stoffwindeln zum Wickeln verwendet werden sollten. Während es früher aufwendig und anstrengend war, mit Stoffwindeln zu wickeln, hat sich heute hierbei vieles vereinfacht und unterscheidet sich kaum zum Wickeln mit Einmalwindeln. Auch sogenannte Windeldienste bieten hierbei ihren Service an und holen, bzw. waschen die Stoffwindeln, damit sie anschließend von den Eltern erneut verwendet werden kann. Sicherlich ist es empfehlenswert sich ausgiebig über die verschiedenen Vor- und Nachteile zu informieren.
Wie sollte der Wickeltisch, die Wickelkommode beschaffen sein?
In erreichbarer Nähe sollten sich die Wickelutensilien befinden, d.h. Öle, Cremes, Reinigungstücher, Windeln, Waschlappen, Handtücher und Abfalleimer. Hilfreich ist es, wenn man berücksichtigt, ob die Eltern Links- oder Rechtshänder sind. Wird die rechte Hand verwendet, sollte man alle benötigten Dinge auf einer Ablage rechts haben und bei Linkshändern umgekehrt.
Die Höhe der Wickelkommode beachten!
Um rückenschonend wickeln zu können, ist es hilfreich, den Wickelplatz an Ihre Größe anzupassen. Nichts ist störender, als ein zu hoher oder zu niedriger Wickelplatz, an dem Sie sich stets bücken müssen. Und denken Sie daran: man verbringt viel Zeit am Wickeltisch, denn die Babys werden häufig gewickelt und umgezogen! Denken Sie an Ihren Rücken und berücksichtigen Sie die Höhe der Wickelkommode.
Als Unterlage werden entsprechend weiche Materialien (Schaumstoff, Fell etc.) im Fachhandel angeboten. Wichtig ist, dass sie sämtliche Unterlagen heiß waschen können, um die Hygiene am Wickelplatz zu haben. Auch sogenannte wasserdichte Gummiauflagen können untergelegt werden und mit einem Tuch, Handtuch weich abgedeckt zu werden. Der Vorteil der wasserdichten Unterlage liegt auf der Hand: kein Urin dringt durch und die Handtücher können in der Waschmaschine gekocht werden. Dadurch werden schädliche Keime und Bakterien abgetötet.
Der Windeleimer sollte aus waschbarem Material bestehen, empfehlenswert ist Kunststoff, da sich dieser gut und leicht reinigen lässt. Durch einen mehrschichtigen Müllbeutel kann man den lästigen Geruch auch weitgehend unterbinden und er ist praktisch: ein Griff und der Abfalleimer ist geleert! Um den unangenehmen Geruch von Kot und Urin im Windeleimer los zu werden, sollte man ihn zusätzlich täglich leeren und regelmäßig reinigen. Putzmittel und antibakterielle Mittel sind hilfreich, um ihn sauber zu bekommen. Noch ein Tipp: es gibt inzwischen verschiedene Hersteller, die Duftkassetten für den Mülleimer anbieten, dadurch hält sich der unangenehme Geruch in Grenzen.
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