| Ernährung und Gesundheit |
Kopfgneis, Milchgneis, Gneis - völlig harmlos fürs Baby
Kopfgneis ist eine vorübergehende, völlig ungefährliche und bei Babys in den ersten Lebenswochen auftretende Erkrankung. Dabei zeigt sich eine grobe, fettige Schuppenschicht von gelbbrauner Farbe, die die Kopfhaut besiedelt und nach dem dritten Lebensmonat meist von selbst wieder verschwunden ist.
Der medizinische Begriff für Kopfgneis lautet Serborrhoische Dermatitis und besagt, dass es sich um eine Entzündung der Haut, in talgdrüsenreichem Gebiet handelt.
Durch eine Überproduktion von Talg auf dem behaarten Kopf des Kindes entsteht ein harmloses Ekzem, das mit nur leichter Rötung der betroffenen Stellen einhergeht. Das Baby verspürt keinen Juckreiz und ist dadurch auch sonst in keinster Weise beeinträchtigt.
Es wird allerdings von seltenen Fällen berichtet, in denen sich der Ausschlag auf andere Körperregionen, wie das Gesicht, den Windelbereich, die Leistengegend oder die Achselhöhlen ausgebreitet hat. Auch eine Besiedlung mit Hefepilzen ist in extremen Fällen möglich. Dieses äußert sich dann in einer scharf abgegrenzten Rötung und Schuppung der Haut, am Rand der Areale.
Was kann man gegen Kopfgneis, Milchgneis, Gneis tun?
Wird ein Kopfgneis diagnostiziert, solten fettende und abdeckende Salben unbedingt vermieden werden. Besser ist es, die betroffenen Stellen mit Olivenöl einzureiben und dieses anschließend mindestens eine Stunde einwirken zu lassen. Danach lassen sich die Schuppen mit einer sanften Babybürste lösen. Auf keinen Fall sollte man versuchen die Talgschicht einfach abzukratzen, da hierbei kleine Narben zurückbleiben können. Sind alle Schuppen entfernt, wäscht man das Haar mit einem milden Babyshampoo.
Hat sich der Gneis auf andere Körperteile ausgedehnt, kann der Kinderarzt eine leicht kortisonhaltige Salbe zur Behandlung verordnen.
Ist Kopfgneis und Milchschorf das gleiche?
Weit verbreitet ist die Meinung, dass es sich bei Milchschorf und Kopfgneis um ein und dieselbe KrankheitDies ist aber keineswegs so. Beim Milchschorf tritt neben der Rötung und dem Nässen der Haut, auch eine Knötchen- und Krustenbildung auf. Außerdem wird das Baby von einem starken Juckreiz gequält. Oftmals handelt es sich hierbei um ein erstes Anzeichen einer Allergie oder Neurodermitis. handelt.
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